Was ist Podologie?

Podologie - was ist das?

Was ist der Unterschied zwischen kosmetischer Fußpflege (Pediküre) und medizinischer Fußpflege?

Eine kosmetische Fußpflege darf von einer Kosmetikerin durchgeführt werden und pflegt gesunde Füße. Sobald eine Fußpflege benötigt wird, um Beschwerden an den Füßen oder Fußnägeln zu lindern, wird eine medizinische Fußpflege notwendig.

Was ist Podologie?

Das Synonym für Podologie ist Medizinische Fußpflege. Die Berufsbezeichnung der Podologen / der Podologin ist gesetzlich geschützt und benötigt die vorgegebene Zeit einer entsprechenden Ausbildung. Ein Podologe oder eine Podologin ist die oder der , der mindestens zwei Jahre Vollzeit Ausbildung oder drei Jahre Teilzeitausbildung absolviert hat und erfolgreich staatliche Prüfung bestanden hat. Die Ausbildungszeit und Inhalt wird von Regierungspräsidium vorgegeben und überwacht.

Podologie gehört zu den nicht ärzlichen Heilberufen. Der Medizinische Fußpfleger oder Podologe arbeitet sehr eng mit anderen medizinischen Berufsgruppen zusammen. Dazu gehören Hausärzte, Diabetologen, Orthopäden, orthopädische Schuhmacher, Hautärzte, Physiotherapeuten und andere.

Tätigkeit des Podologen:

  • Genaue Fussuntersuchung
  • Neurologische Tests bei ein Diabetes
  • Schuhinspektion
  • Beratung zur Pflege und Schuhversorgung
  • Aufklärung über Behandlung
  • Podologische Komplexbehandlung
  • Spangentechniken
  • Orthosenanfertigung
  • Nagelprothetik
  • Behandlung von Hühneraugen
  • Behandlung von Warzen

Wer braucht eine medizinische Fußpflege beim Podologen?

Es gibt sehr viele Beschwerden und Erkrankungen der Fußnägel sowieder Haut. Normalerweise wird eine Diagnose durch den Arzt gestellt und der Patient hiernach zum Podologen / zur Podologin überwiesen. Bei einer guten Kooperation der beiden Berufsgruppen entsteht ein passender Behandlungsplan, den der Podologe ausführen darf.

Die Erkrankungen der Nägel können Nagelpilz oder eingewachsene Nägel sein. Nägel nach Traumata, oder Nägel mit Wachstumsstörungen. Es gibt sehr viele Nagelerkrankungen, die wegen verschiedenen chronischen Erkrankungen des gesamten Organismus entstehen können. Zu den Erkrankungen der Füße gehören auch Hauterkrankungen, die oft erst von einem Podologen entdeckt werden und zu weiteren Behandlung zum Arzt überwiesen werden.

Vom Umfang der Ausbildung zum Podologen profitieren nicht nur Diabetes Patienten, sondern auch Patienten mit schweren Durchblutungsstörungen, mit einer Bluterkrankheit, Patienten, die auf Grund unterschiedlicher Herzerkrankungen blutgerinnungshemmende Mittel einnehmen müssen, Patienten mit Nervenerkrankungen (Polyneuropathie), Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, Fußdeformitäten, Hauterkrankungen durch Psoriasis oder Neurodermitis im Bereich der Füße.