Medizinische Fußpflege bei Nagelpilz

Pilze sind höher und komplexer organisiert als Bakterien. Pilze gibt es auf der ganzen Welt. Es gibt circa 250.000 verschiedene Arten, 100 verursachen bei Menschen Krankheiten. Einige davon sind verantwortlich für über 90 % der Pilzinfektionen. Pilze ernähren sich von organischen Material durch Abgabe von Enzymen in die Umgebung. Im Gegensatz zu Pflanzen enthalten Pilze kein Chlorophyll und sind somit nicht fähig Fotosynthese zu betreiben.

In der Medizin haben die Pilze Bedeutungen als:

  1. Erreger von Pilzerkrankungen (Mykosen)
  2. Produzenten von Giftstoffen (Mykotoxine)
  3. Verursacher allergische Reaktionen
  4. Antibiotikaproduzenten

Der gesunde Mensch besitzt gegen die meisten Pilze eine erhebliche Resistenz. Gefährlich werden Pilze dann, wenn der Patient geschwächt ist und mit Pilzmaterial, zum Beispiel, Pilzerregern und Sporen konfrontiert wird.

Welche Nagelpilzerreger gibt es?

In der Medizin hat sich eine Einteilung nach dem DHS-System bewährt:

  • D=Dermatophyten (Fadenpilze)
  • H=Hefepilze
  • S=Schimmelpilze

In der Fußpflege hat man sehr oft mit Pilzerkrankungen zu tun. Um welche Art des Pilzes es sich handelt, kann ein Podologe nicht mit Sicherheit sagen, deswegen nimmt ein Arzt, meistens eine Probe ab, um einen genauen Wirkstoff gegen den Erreger zu finden. Es kann der ganze Nagel befallen sein, oder nur ein Teil des Nagels.

Wie sieht der Nagelpilz aus?

Verfärbung: weiß, gelb, gelb-braun, schwarz  

Je nach Schweregrad und Ausbreitung des Nagelpilzes, ist dieser wenig bis stark riechend.

Es kann der ganze Nagel befallen sein, oder aber auch nur einen Teil des Nagels. Es gibt noch andere Pilzarten, die die harte Nagel Platte direkt von oben angreifen. Diese auffällige, fleckig- weiße Veränderungen des Nagels breiten sich sehr schnell aus. 30 % der Patienten mit Pilzinfektionen zeigen gleichzeitig eine Hautinfektion.

Es gibt Faktoren, die Sicherheit eines Befalls mit Nagelpilz begünstigen, zum Beispiel, durch Durchblutungsstörungen der Extremitäten, Nageltrauma, Nervendysfunktion, Dauerdruck durch und geeignetes Schuhwerk, immunologische Störungen und Nassberufe. Die Diagnose muss durch einen Arzt gestellt werden. Schlechtes Schuhwerk mit schwitzen und Wärme begünstigen Pilzinfektionen.

 

Behandlung des Nagelpilzes durch Podologen

Ein Nagelpilz (Onychomykose) ist eine Erkrankung und darf daher nur zusammen mit einem Arzt behandelt werden. Ein Podologe behandelt ein Nagelpilz mit viel Wissen über die Erkrankung sowie Hygiene. Grundsätzlich ist vor der Behandlung die Nagelplatte zu desinfizieren.

Bei Punkt- oder Streifenmykose werden die befallenen Stellen bei der medizinischen Fußpflege herausgefräst. Dabei muss großzügig verfahren werden, da die Pilzsporen sich auch schon in der Umgebung der befallenen Stellen angesiedelt haben können. Das darunter liegende Nagelbett muss von Mykoseteilen gesäubert werden. Dann wird der verschiebe Mittel, in Form von Lacken, Tinkturen oder Salben aufgetragen. Die erste Nachbehandlung sollte nach zwei Tagen erfolgen.

Wie lange dauert die Behandlung bei Nagelpilz?

Die medizinische Behandlung des Nagelpilzes sollte alle 14 Tage in der Praxis erfolgen. Bei einer Total-Mykose ist davon auszugehen, dass das Nagelbett ebenfalls befallen ist. Es erfolgt das Abfräsen der befallenen Teile, soweit es möglich ist.

Die Länge und Erfolg der Behandlung des Nagelpilzes ist sehr individuell. Die Mithilfe des Patienten mit Pilzbefall ist sehr wichtig. Kooperation zwischen Patienten und Podologen ist die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung.